Produktvideos / Modevideos

Immer mehr Anbieter im Internet bieten Produktvideos an. In groß angelegten Onlineshops kann man jetzt auch auf Videos seinen späteren Kauf begutachten. Die Kaufentscheidung kann in vielen Fällen auf diese Weise einfacher gemacht werden. Davon profitiert sowohl der Anbieter, als auch der Käufer.

Die Vorteile eines solchen, die realen Bedingungen eines Einkaufes sehr gut simulierenden Hilfsmittels liegen auf der Hand. Nehmen wir das Beispiel der Kleidungsindustrie. Über Modevideos werden die Kundinnen und Kunden seit einiger Zeit realistisch in die Lage versetzt, die angebotenen Kleidungsstücke anprobieren zu können.

Auf Videos kann man besser sehen, ob die gesamt farbliche Kombination mit der Haut- Augen und Haarfarbe der gefilmten Personen übereinstimmt. Die Gefahr von Farbtäuschungen wird so auf ein Minimum beschränkt. Schlechte Schnitte werden in Produktvideos offensichtlich. Wenn man ein Produkt kaufen möchte, kann man sich über das Modevideo vergewissern, dass man auch ein Kleidungsstück ausgewählt hat, das, wenn auch an einer Testperson, so doch optimal sitzt.

Aber es gibt auch Nachteile dieses neu eingesetzten Mediums. Das Nutzen von Videos ist wohl für den Anbieter als auch für den Kunden mit Aufwand verbunden. Zum einen benötigt der Kunde auf seinem Computer ein spezielles Programm, um ein Modevideo abzuspielen. Bei neueren Computern dürfte das in der Grundausstattung vorhanden sein, bei älteren Modellen allerdings nicht. In diesem Fall wird dem einen oder anderen Kunden zu aufwändig sein, das entsprechende Programm  aus dem Internet herunter zu laden.

Auch ist es in Videos natürlich möglich, dass der Anbieter sein Produkt schönt und dass Modevideos zur reinen zweiten TV-Werbung avancieren, mit dem Unterschied, dass sie auf der eigenen Internetseite angeboten werden und der Hersteller die Werbekosten damit auf ein Minimum beschränkt. Dem Käufer ist bei seiner Kaufentscheidung damit noch nicht geholfen.

Videos machen sicherlich das Kaufen im Internet interessanter und die Konversionsrate kann optimiert werden. Ob sich der Aufwand für den Anbieter aber lohnt, muss im Einzelfall entschieden werden. Der Kunde kann immerhin selbst entscheiden, ob er das Produktvideo ansieht, oder ob ihm herkömmliche Fotos für seine Kaufentscheidung ausreichen.

Alles für die Kinder!